Aktuelle Informationen
Meldung : Zwei Anschläge auf das Stromnetz an einem Tag
Angriff auf Umspannwerk Bergheim und Umspannwerk Preilack
Netzfrequenz bleibt stabil.
==> Keine Meldung vom RJ2-Netzfrequenzinfodienst.
Pressemitteilung Amprion (Umspannwerk Bergheim):
Im Umfeld der Amprion-Umspannanlage Rommerskirchen im Rheinland ist es am Dienstagabend zu einem Vorfall gekommen, der Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen hatte. Infolgedessen kam es zu Anlagenausfällen bei der RWE Power.
Details siehe unter "Links"
Pressemitteilung 50Hertz (Umspannwerk Preilack):
Bislang unbekannte Täter haben am 1. September 2026 vermeintlich Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen. Es gab eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung. Mittlerweile sind alle Leitungen wieder in Betrieb. Die allgemeine Stromversorgung ist derzeit nicht beeinträchtigt.
Details siehe unter "Links"
Erste Analyse
Unsere erste Analyse zeigt keine ungewöhnlichen Netzfrequenzverläufe, wenn man die Messdaten mit den zeitlichen Angaben der Übertragungsnetzbetreiber überlagert.
Vorläufige Störungsaufarbeitung mit Links (als Hypothese)
Augenscheinlich kam es zu mehreren Kurzschlüssen auf einer Hochspannungsleitung.
In den Videos sind Lichtblitze zu erkennen, die von der Hochspannungsleitung nach unten verlaufen und sich anschließend in Rauch „auflösen". Dies deutet auf einen Kurzschluss hin, der von mindestens einem Hochspannungs-Leiterseil nach unten zur Erde wirkt – ein Vorgang, der nur über eine Kurzschlussbrücke möglich ist.
Die Hochspannungsschutztechnik hat den Leitungsfehler nach Auslösung des Kurzschlusses korrekt erkannt und die Leitung im Rahmen einer Kurzunterbrechung (KU) abgeschaltet. Dadurch erlosch der Lichtbogen, und die Leitung wurde nach rund 0,5 Sekunden automatisch wieder zugeschaltet. Diese KU (auch automatische Wiedereinschaltung AWE genannt) behob die Störung, sodass umgehend wieder ein stabiler Netzbetrieb erreicht wurde. Solche (sehr kurzen) Störungen treten häufig auch bei Gewittern infolge von Blitzeinschlägen auf Hochspannungsfreileitungen auf.
Die anschließende, kontrollierte Kraftwerksabschaltung erfolgte möglicherweise aus Sicherheitsgründen, um die Netzstabilität zu gewährleisten.
Da keine signifikant Netzfrequenzabweichung auftrat, wurde auch keine Netzfrequenzmeldung ausgelöst und versendet.
Wir können daher die Aussage von Amprion bestätigen, dass es keine direkte Auswirkung auf die Netzstabilität gab.
Unsere Beschreibung gilt vorläufig für beide Störungen (UW Bergheim und in Brandenburg)
Links :
- Pressekonferenz zu Anschlag auf Umspannwerk in Bergheim: Aktueller Ermittlungsstand (2.9.2026)
- Anschlag auf Stromversorgung in Bergheim I WDR (Handy-Video)
- Pressemitteilung von Amprion zum 1.9.2026
- Pressmitteilung 50Hertz (zu 1.9.2026)
rechtliche Hinweise für die Links hier:

Bild: Auswertung Netzverlauf 1. September 2026 (18:30 UTC / 20:30 MEZ)